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Deutschland zwischen Eurokrise und Schuldenfalle – Führt uns der „Gelduntergang“ in die „Pleite-Republik“?
30. Mai 2012 @ 19:00 - 21:00
freiDie Euro- und Finanzkrise ist und bleibt allgegenwärtig. Zuviel Krise und zu wenig Perspektive? Die Menschen sind verunsichert. Steht der Gelduntergang bevor? Welche Rolle spielen Schulden überhaupt in unserer Art Geschäfte zu machen? Zahlen wir weiter für die anderen und verschulden uns unverantwortlich? Kann der Euro noch gerettet werden?
Diesen Fragen geht die freie Journalistin und Wirtschaftshistorikerin Dr. Ursula Weidenfeld (gemeinsam mit Spiegel-Wirtschftschef Michael Sauga) in ihrem aktuellen Buch „Gelduntergang – Wie Banken und Politik unsere Zukunft verspielen“ nach und erläutert darin nicht nur die Entstehung der größten Finanzkatastrophe der Nachkriegszeit, sondern will auch Handlungsempfehlungen aufzeigen, wie es weitergehen könnte. Auch Dr. Rainer Hank, Ressortleiter Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, belässt es beim Thema Schuldenkrise nicht allein bei Analyse und Kritik, auch wenn er deutlich macht: Der Staat hat sich übernommen, sein in den meisten westlichen Ländern auf annähernd 50 % aufgeblähter Anteil am gesamten wirtschaftlichen Geschehen führt unweigerlich in die Krise. Da die Regierungen jetzt sparen müssen, haben sie kaum mehr Gestaltungsspielraum, sodass die Parteien einander zunehmend ähneln. Die Demokratie wird dadurch leer: eine hochexplosive Mischung von Finanzkrise und politischer Ohnmacht. In seinem Buch „Die Pleite-Republik – Wie der Schuldenstaat uns entmündigt und wie wir uns befreien können“ zeigt Rainer Hank auch auf, wie der Staat auf sozialverträgliche Weise Ausgaben senken könnte und entwirft alternative Modelle, die Auswege aus der Krise weisen.
Im Rahmen dieser Veranstaltung stellen Ursula Weidenfeld und Rainer Hank gemeinsam ihre aktuellen Bücher vor und erörtern die Fragen, wie es überhaupt zur gegenwärtigen Euro- und Finanzkrise kommen konnte, wohin uns ein Schuldenstaat führen könnte und was nun zu tun bleibt.
